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Anleitung8 Min. Lesezeit5. November 2026

Preisliste online erstellen: So geht's für Fahrzeugaufbereiter

Aufbereiter erstellt in der Halle am Laptop seine digitale Preisliste

Stell die Preisliste deiner Fahrzeugaufbereitung nicht als hübsches Bild oder PDF online, sondern als eigene Seite fürs Handy: Pakete nach Fahrzeugklasse, klare Gesamtpreise, Zusatzleistungen darunter und direkt daneben ein Button, mit dem der Kunde einen Termin bucht.

So findet er in Sekunden, was er sucht, und du sparst dir die immer gleichen Preisanfragen per Telefon und WhatsApp. Hier liest du, wie du dabei vorgehst, was rechtlich drinstehen muss und wie das auch ohne eigene Website klappt.

Kurz gesagt

  • Format: Eine Seite fürs Handy schlägt PDF und Grafik, weil du sie jederzeit änderst und Kunden direkt buchen. Das PDF ist die Ergänzung für den Aushang.
  • Aufbau: Wenige klar benannte Pakete, Preise nach Fahrzeugklasse, Extras als Zusatzoptionen und eine Regel für starke Verschmutzung.
  • Recht: Gegenüber Privatkunden zählen Gesamtpreise (§ 3 PAngV), gut lesbar und leicht zu finden.
  • Handy zuerst: Pakete untereinander statt in breiten Tabellen, der Preis groß an jedem Paket.
  • Ohne Website: Mit einer Buchungsseite wie DetailBook steht die Preisliste samt Terminkalender in wenigen Minuten online.
Inhalt · 9 Abschnitte

Website, PDF oder Vorlage: welches Format passt?

Wer nach einer Preisliste sucht, landet schnell bei Design-Vorlagen für Friseure oder Kosmetikstudios. Die sehen gut aus, sind aber zum Ausdrucken oder als Instagram-Bild gedacht. Für einen Aufbereiter zählt etwas anderes: Der Kunde will wissen, was sein Auto kostet, und dann einen Termin. Je weniger Schritte dazwischen liegen, desto eher bucht er.

Grafik aus einer Vorlage

Stärken
schnell gestaltet, passt in Posts und Storys
Schwächen im Alltag
jede Preisänderung heißt neu exportieren und neu posten, für Google unsichtbar, keine Buchung
Gut für
Social-Media-Teaser

PDF

Stärken
druckfertig, per Mail verschickbar
Schwächen im Alltag
auf dem Handy zoomen und scrollen, alte Versionen kursieren weiter, keine Buchung
Gut für
Aushang in der Halle, Angebote für Firmenkunden

Tabelle (Excel, Google Sheets)

Stärken
gut zum Kalkulieren
Schwächen im Alltag
nichts, was du Kunden zeigen solltest
Gut für
interne Kalkulation

Seite fürs Handy mit Buchung

Stärken
immer aktuell, auf jedem Handy lesbar, Kunde bucht direkt
Schwächen im Alltag
einmal einrichten
Gut für
deine zentrale Preisliste

Unsere Empfehlung: Die Webseite ist das Original, alles andere verweist darauf. Das PDF für die Halle, die Grafik für Instagram und der QR-Code auf der Visitenkarte führen alle zur selben Adresse. Ändert sich ein Preis, änderst du ihn an einer Stelle.

Was in die Preisliste gehört

Eine gute Preisliste beantwortet die Fragen, die sonst am Telefon kommen. Sammle vorher diese Bausteine:

Pakete mit klaren Namen

Biete statt zwanzig Einzelleistungen lieber wenige Pakete an, deren Name sofort sagt, wofür sie gedacht sind. Der Praxisblog Waschwerkstatt rät, mit vier Paketen zu starten, die den Großteil der Kundenwünsche abdecken, und alles Weitere als Extra anzubieten. Namen wie diese funktionieren besser als „Paket A bis D“:

Paket 1

Innen frisch

Saugen, Cockpit, Scheiben innen

Paket 2

Außen glänzend

Handwäsche, Felgen, Schutz

Paket 3

Komplett

Innen und außen in einem Termin

Paket 4

Verkaufsfertig

Alles für den besten Eindruck beim Verkauf

Preise nach Fahrzeugklasse

Ein Kleinwagen und ein Transporter machen unterschiedlich viel Arbeit. Viele Betriebe staffeln ihre Preise deshalb, etwa Autodienst Leisnig, der in seiner Preisliste PKW, SUV, Van und Kleintransporter unterscheidet. Drei bis vier Klassen reichen. Nenne Beispielmodelle statt Längen in Zentimetern, damit der Kunde sein Auto sofort einordnen kann.

Leistungsumfang je Paket

Liste pro Paket auf, was konkret enthalten ist: Saugen, Kunststoffpflege, Scheiben innen, Polsterreinigung, Handwäsche, Felgen, Versiegelung. Das verhindert Diskussionen bei der Abholung und macht den Unterschied zwischen den Paketen sichtbar.

Zusatzleistungen

Tierhaare, Geruchsbehandlung, Lederpflege, Motorwäsche, Scheinwerfer: Diese Extras stehen unter den Paketen, jeweils mit eigenem Preis. So bleibt die Auswahl übersichtlich, und der Kunde kann trotzdem aufstocken.

Regeln für Sonderfälle

Schreib offen hinein, wie du mit Ausnahmen umgehst. Ein Beispiel aus der Praxis: Bei extrem verschmutzten Fahrzeugen wird der Mehraufwand nach Zeit berechnet. Nenne dann auch deinen Stundensatz, damit der Kunde rechnen kann.

Dauer, Anfahrt und Bedingungen

Gib an, wie lange das Auto bei dir bleibt, ob du mobil arbeitest, was die Anfahrt kostet und wie Stornierungen laufen. Gerade mobile Aufbereiter sollten Anfahrtszonen mit Preis nennen statt „Anfahrt nach Absprache“.

Welche Preise du für jedes Paket ansetzt, hängt von deinen Kosten, deiner Zeit und deinem Markt ab. Wie du das durchrechnest, zeigt unser Beitrag zur Preiskalkulation in der Fahrzeugaufbereitung.

Schritt für Schritt zur digitalen Preisliste

  1. 1Kalkulieren. Lege für jedes Paket und jede Fahrzeugklasse einen Preis fest, der Arbeitszeit, Material und Fixkosten deckt. Das machst du intern in einer Tabelle.
  2. 2Pakete schneiden. Fasse Leistungen zu wenigen Paketen mit sprechenden Namen zusammen. Was nur einzelne Kunden wollen, wird ein Extra.
  3. 3Texte schreiben. Pro Paket ein Satz, für wen es gedacht ist, darunter die Leistungen als kurze Liste. Erkläre Fachbegriffe: „Lackversiegelung“ versteht jeder, „One-Step-Polish“ nicht unbedingt.
  4. 4Fotos auswählen. Vorher-Nachher-Bilder deiner eigenen Arbeit überzeugen mehr als jede Beschreibung. Ein Bild pro Paket genügt.
  5. 5Online stellen. Bring die Preisliste auf eine Seite, die auf dem Handy gut lesbar ist und eine Buchung erlaubt. Ohne eigene Website geht das über eine fertige Buchungsseite.
  6. 6Teilen. Verlinke die Seite in deinem Instagram-Profil, in deinem Google-Unternehmensprofil und in der WhatsApp-Business-Beschreibung. Druck den QR-Code auf Visitenkarten und den Aushang.
  7. 7Testen. Lass jemanden, der deinen Betrieb nicht kennt, die Seite auf dem Handy öffnen. Findet er sofort den Preis für sein Auto? Dann passt es.

So liest sich die Preisliste auf dem Handy

Deine Kunden scrollen auf dem Handy, oft nebenbei. Eine breite Tabelle mit sechs Spalten, die am Computer gut aussieht, wird dort zur Zoom-Übung. Ein guter Test aus dem Webdesign: Eine fremde Person sollte auf dem Handy in etwa 30 Sekunden den Preis des mittleren Pakets nennen können und sagen, was das größte Paket zusätzlich bietet. Schafft sie das nicht, ist die Liste zu kompliziert.

  • Pakete untereinander statt nebeneinander. Jedes Paket als eigene Karte mit Name, Preis, Leistungen und Button.
  • Preis an jedem Paket. Wer scrollt, vergisst, was oben stand. Jede Karte zeigt ihren eigenen Preis.
  • Fahrzeugklasse wählen lassen. Wählt der Kunde zuerst sein Fahrzeug und sieht dann nur den passenden Preis, schrumpft die Liste auf einen Bruchteil.
  • Große, klare Zahlen. Der Preis ist das Wichtigste auf der Karte.
  • Ein Button pro Paket. „Termin buchen“ gehört direkt ans Paket, nicht nur ans Seitenende.

Was das Gesetz bei Preisangaben verlangt

Sobald du Privatkunden ansprichst, gilt in Deutschland die Preisangabenverordnung (PAngV). Für Aufbereiter sind vor allem diese Punkte wichtig:

  • Gesamtpreise angeben. Wer Verbrauchern Leistungen anbietet oder mit Preisen wirbt, nennt nach § 3 PAngV den Gesamtpreis, also inklusive Umsatzsteuer und aller Preisbestandteile. Nettopreise gehören in Angebote an Firmenkunden.
  • Preisverzeichnis in der Halle. Nach § 12 PAngV stellt jeder, der Verbrauchern Leistungen anbietet, ein Preisverzeichnis seiner wesentlichen Leistungen auf und bringt es in den Geschäftsräumen an. Stundensätze sind erlaubt, wenn sie die Umsatzsteuer enthalten. Dafür ist das PDF zum Aushängen da.
  • Zusatzkosten offen nennen. Kosten, die je nach Auftrag dazukommen, wie die Anfahrtspauschale mobiler Aufbereiter, nennst du direkt beim Preis. So kennt der Kunde vor der Buchung den Betrag, den er am Ende zahlt.
  • Gut erkennbar und lesbar. Preisangaben müssen leicht erkennbar und deutlich lesbar sein. Graue Mini-Schrift im Fußbereich erfüllt das nicht.

Arbeitest du als Kleinunternehmer nach § 19 UStG, berechnest du keine Umsatzsteuer. Dein Preis ist dann der Endpreis. Ein „ab“-Preis ist üblich, wenn der Endpreis vom Zustand des Autos abhängt. Schreib dann dazu, wovon der Aufpreis abhängt und wie er berechnet wird. Bei Sonderfällen wie Rabattaktionen hilft die Rechtsberatung deiner IHK oder deine Steuerberatung, bevor die Liste online geht.

Ohne eigene Website: Preisliste und Buchung in einem

Viele Aufbereiter haben keine eigene Website. Die Kunden kommen über Instagram, Empfehlungen oder Google Maps, und die Preise gehen als Foto per WhatsApp raus. Das funktioniert, kostet aber jeden Tag Zeit: dieselben Fragen, dieselben Antworten, dann noch das Hin und Her um den Termin.

Eine klassische Website mit Baukasten oder Webdesigner löst das nur zur Hälfte. Du brauchst eine Domain, ein Impressum, ein Layout und am Ende trotzdem ein Buchungstool, das du irgendwie einbindest.

Unsere Sicht: Eine Preisliste muss buchbar sein

Bei vielen Aufbereitern sehen wir dasselbe Muster: Die Preisliste gibt es schon, als Foto in der WhatsApp-Galerie, als PDF oder als Instagram-Highlight. Das Problem ist nie, dass keine Preise da sind. Das Problem ist, dass zwischen Preis und Termin fünf Nachrichten liegen.

Wer abends um elf auf dem Sofa sitzt und sich entscheidet, will in dem Moment buchen. Muss er erst schreiben und auf Antwort warten, ist der Impuls oft weg. Eine Preisliste, die direkt zum freien Termin führt, fängt ihn genau dann ab.

So sieht das bei DetailBook aus

Genau dafür haben wir DetailBook gebaut. Du legst Leistungen und Preise an, lädst Fotos hoch, und deine Seite ist online, ohne Domain und ohne Webdesigner. Kunden sehen deine Pakete mit Preisen und buchen sofort einen Termin, ohne sich zu registrieren. Preise nach Fahrzeugklasse legst du als Aufpreis je Größe fest: Der Kunde wählt beim Buchen sein Fahrzeug und sieht direkt seinen Preis.

Leistungen mit Preisen auf einer DetailBook-Seite

Pakete mit Preisen

Leistung mit Extras und Aufpreisen beim Buchen auswählen

Paket mit Extras buchen

Beispielseite „Glanzwerk Düsseldorf“ auf dem Handy. Selbst ausprobieren

Außerdem dabei:

  • Buchungskalender mit Kalender-Synchronisation, damit keine Doppelbuchungen entstehen
  • Kontakt-Buttons zum Anrufen, für WhatsApp, die Route und dein Instagram-Profil
  • QR-Code für Visitenkarten, Flyer und den Aushang in der Halle
  • Anfahrtszonen mit Preis für mobile Aufbereiter
  • Automatische E-Mails mit Bestätigung und Erinnerung, Stornierung durch den Kunden bis zu deiner Frist
  • Im Pro-Tarif: Online-Zahlung und Anzahlung über Stripe, automatische Bewertungsanfragen und das Fahrzeugprotokoll als PDF

Der Starter-Tarif kostet 19 € im Monat, der Pro-Tarif 39 € im Monat (oder 190 € bzw. 390 € im Jahr). Alle Details stehen auf der Preisseite und in der Übersicht aller Funktionen. Wie du die Buchung Schritt für Schritt aufsetzt, erklärt der Beitrag Online-Buchung einrichten.

So bleibt deine Preisliste aktuell

Eine Preisliste ist nie fertig. Material wird teurer, du nimmst neue Leistungen auf, ein Paket läuft nicht. Damit die Liste nicht veraltet:

  • Feste Termine setzen. Schau einmal pro Quartal, welche Pakete gebucht werden und welche nicht. Was niemand nimmt, fliegt raus oder wird umbenannt.
  • Eine Quelle, viele Wege. Alle Kanäle verweisen auf dieselbe Seite. Der QR-Code auf deinen Visitenkarten führt immer zur aktuellen Version, bei Preiserhöhungen druckst du nichts neu.
  • Alte Versionen einsammeln. Lösche veraltete Preisbilder aus Instagram-Highlights und angepinnten Posts. Nichts verärgert Kunden mehr als ein Preis, der nicht mehr gilt.
  • Saisonangebote begrenzen. Ein Frühjahrs- oder Winterpaket nimmst du nach der Saison wieder heraus.
  • Bewertungen nutzen. Was Kunden in Bewertungen loben, gehört in die Paketbeschreibung. Mehr dazu in unseren Beiträgen zu Neukunden gewinnen und zur Kundenbindung.

Häufige Fragen

Kann ich meine Preisliste online erstellen, ohne eine Website zu haben?+

Ja. Mit einer fertigen Buchungsseite wie DetailBook brauchst du weder Domain noch Webdesigner. Du trägst Leistungen und Preise ein, und deine Seite ist über einen eigenen Link und QR-Code erreichbar, den du bei Instagram, WhatsApp und in deinem Google-Profil teilst.

Muss ich Brutto- oder Nettopreise angeben?+

Gegenüber Privatkunden verlangt die Preisangabenverordnung Gesamtpreise (§ 3 PAngV), also inklusive Umsatzsteuer und aller Preisbestandteile. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG berechnest du keine Umsatzsteuer, dein Preis ist dann der Endpreis. Nettopreise sind bei Angeboten an Gewerbekunden üblich.

Wie viele Pakete sollte meine Preisliste haben?+

Weniger, als die meisten denken. Drei bis vier klar benannte Pakete plus Zusatzleistungen reichen für die meisten Betriebe. Entscheidend ist, dass ein Kunde auf dem Handy in wenigen Sekunden das passende Paket für sein Auto findet.

Reicht nicht ein PDF auf Instagram?+

Als Ergänzung ja, als zentrale Preisliste nicht. Ein PDF oder Bild musst du bei jeder Änderung neu erstellen, auf dem Handy liest es sich schlecht, und der Kunde kann daraus nicht direkt buchen. Besser ist eine Webseite als Original, auf die PDF und Posts verweisen.

Quellen

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